Bettina Grossenbacher, Videostill, 2015


REQUIEM

 

KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER VOM ATELIERHAUS KLINGENTAL

 

27. Mai bis 17 Juni 2018

Vernissage: 26. Mai, 18 Uhr
Täglich wechselndes Programm (wird nächstens veröffentlicht)

 

Auf Ende Juni 2018 sollen die über 35 Künstlerinnen und Künstler ihre Räume im Atelierhaus Klingental verlassen. Die Ateliers werden saniert und danach durch eine externe Jury neu vergeben. Damit findet eine 50-jährige Tradition der Selbstorganisation ihr unfreiwilliges Ende. Der Ausstellungsraum Klingental, der ebenfalls im Atelierhaus beheimatet ist, seit 1974, interessiert sich für den Prozess, den diese Auflösung der Ateliergemeinschaft jetzt in Gang setzt.

Das Jahr des Auszugs zwingt zur Auseinandersetzung mit Aspekten der künstlerischen Praxis, wie sie auf jeden Kunstschaffenden zukommen: mit der Entflechtung von Leben und Arbeit, dem Bilanzieren, Aussortieren und Archivieren des Lebenswerks. Fragen nach der Regelung von Nachfolgen, nach der Solidarität unter den Generationen, dem Recht auf Arbeit und Selbstbestimmung beschäftigen die Gesellschaft auch über die Kunstszene hinaus.

Für die Zukunft ist es interessant, aus der Erfahrung der vor Ort gewachsenen Struktur zu lernen und aufzubauen. Wie gestaltet sich langfristig selbstverantwortete Gemeinschaftlichkeit? Wie bilden Organisationen Zugehörigkeit und Identität? Wie regulieren sie die Vergabe von Chancen und Privilegien, von Arbeit und Verantwortung?

Beteiligte Künstler/innen: Peter Baer, Franziska Baumgartner, Samuli Blatter, Martin Chramosta, Madeleine Fischer, Corsin Fontana, Max Grauli, Bettina Grossenbacher, Urs Hauser, Jan Hostettler, Regula Huegli, Sophie Jung, Daniel Karrer, Markus Kaufmann, Brigitte Kretz, Doris Lasch, André Lehmann, Olivia Lehmann-Christen, Maude Léonard-Contant, Werner Merkofer, Alexandra Meyer, Barbara Maria Meyer, Deirdre O‘Leary, Camillo Paravicini, Marius Rappo, Werner Ritter, Brigitte Ritter-Kretz, Nora Roth, René Schlittler, Bruno Seitz, Celia und Nathalie Sidler, Alex Silber, Yanik Soland, Aldo Solari, Paul Stebler, Beatrice Steudler, Eduard Stöcklin, Gilbert Uebersax, Marie-Thérèse Véron u.a.

Für den Ausstellungsraum organisiert von Jan Hostettler.

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