Bild: http://politicsofpoverty.oxfamamerica.org/2016/10/should- we-be-ashamed-of-privilege


OPPRESSED BY PRIVILEGE - PRIVILEGED BY OPPRESSION

 

Ein kollektives Projekt

 

Konzert: 14. Juni 2017, 20 Uhr

 

 

Demokratischer Punk – Aufstand der Privilegierten


Ganz nach dem demokratischen Prinzip werden selbst geschriebene Songtexte zu den entsprechenden Bandnamen OPPRESSED BY PRIVILEGE und PRIVILEGED BY OPPRESSION im Vorfeld über eine öffentliche Ausschreibung gesucht.

Hier geht's zum OPEN CALL

Daraus wird eine Auswahl getroffen, die von den zwei Bands bestehend aus professionellen Musikern und Laien umgesetzt wird. Die beiden Punkbands spielen gleichzeitig im Ausstellungsraum Klingental ihr erstes Konzert. Zusätzlich werden alle eingereichten Texte in einer Publikation abgedruckt.

Das berühmte Zitat von Bell Hooks „Being oppressed means the absence of choices“ könnte als eine mögliche Definition von Unterdrückung gesehen werden. Was aber, wenn das Privileg, die Wahl zu haben mehr lähmt als vorwärts treibt? Was heisst es, in einer Wohlstandsgesellschaft zu leben, die nicht mehr negieren kann, dass unser Reichtum an Unterdrückung gekoppelt ist? Welchen Einfluss haben die vielen Möglichkeiten und Optionen, die uns täglich geboten werden auf unser Verhalten und Wohlbefinden? Der Überfluss von Waren sowie die Entfremdung einfacher Tätigkeiten lassen auch neue Ideale und Lebensformen entstehen wie beispielsweise Leben ohne Plastik, Urban Gardening, Minimalism (Leben mit weniger als 100 Dingen) oder der Modetrend normcore. Dabei handelt es sich aber immer um eine privilegierte Schicht, die es sich leisten kann zu verzichten und nicht dazu gezwungen wird.

Punk als Aufstandsbewegung ist in unserer westlich-(post)kapitalistisch orientierten Gesellschaft kaum mehr präsent. Underground im herkömmlichen Sinne wird durch digitale Medien erschwert und durch den Markt unmittelbar vereinnahmt und scheint einer jungen Generation kaum erstrebenswert.

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